Spülkasten reinigen & entkalken — eine Anleitung, wie's richtig geht

04.07.2020 22:39

Vorab: Wieso überhaupt den Spülkasten entkalken?

Damit du auch auf Dauer von einer funktionsfähigen Toilette profitieren kannst, ist es unbedingt nötig, den Spülkasten in regelmäßigen Abständen zu entkalken.

Die meisten Menschen denken bei dem Entkalken lediglich an Waschmaschinen oder gegebenenfalls auch an Wasserkocher. Doch selbiges gilt auch für den Spülkasten der Toilette.

Das Verkalken dieser Gegenstände aus unserem Haushalt ist ganz üblich und hängt mit der ständigen Verbindung zum Leitungswasser zusammen. Insbesondere bei einem Spülkasten für die Toilette wird dort das gesamte Wasser gesammelt.

Obwohl wir in Deutschland über eine sehr gute Qualität des Wassers verfügen, ist es normal, dass sich im Wasser noch andere Stoffe, wie Mineralien und auch Kalk befinden. Je nach der Region, in welcher man lebt, lassen sich auch einzelne Partikel von Sand im Wasser vorfinden lassen. Dies hängt damit zusammen, dass die Wasserwerke nicht alle Stoffe herausfiltern können.

Das regelmäßige Entkalken ist jedoch nicht nur zum Reinigen der Geräte wichtig, sondern auch zum Zwecke der Aufrechterhaltung der Funktionstüchtigkeit. Sofern der Spülkasten nämlich nicht vernünftig entkalkt wird, kann dadurch auch die Mechanik in Mitleidenschaft gezogen werden. Zudem sollte man auch aus hygienischen und gesundheitlichen Aspekten den Spülkasten regelmäßig entkalken, sodass keine schädlichen Bakterien entstehen können. Insofern bewährt sich ein regelmäßiges Entkalken vor allem auf lange Sicht.

Wie häufig muss ich den Spülkasten entkalken?

Wie intensiv und häufig die Objekte verkalken ist sehr individuell und hängt sowohl von der Häufigkeit des Gebrauchs ab, als auch von der Wasserhärte, welche wiederum von Region zu Region innerhalb Deutschlands differiert. Insofern enthält das Wasser in einer Stadt mehr Kalk als das Wasser in einer anderen Stadt.

Wenn man sich auf einen Mittelwert festlegen möchte, empfiehlt sich ein Turnus von allen zwei Jahren.

Woran merke ich, dass der Spülkasten entkalkt werden muss?

Unabhängig von dem empfohlenen 2-Jahre-Turnus, können auch andere Umstände hinzugezogen werden.

Sofern sich zum Beispiel ein weiß-grauer oder auch braun-gelber Film in der Schüssel der Toilette absetzt, sollte diese entkalkt werden. In den meisten Fällen erkennt man diese Verfärbungen auf der Höhe des stehenden Wassers. Zudem sollte man auch einen Blick in den Spülkasten selber werfen, da dieser ebenfalls von den Verfärbungen oder Verschmutzungen betroffen sein kann und dann eine Reinigung und Entkalkung nötig ist.

Ein weiteres Indiz für eine nötige Entkalkung kann auch fließendes Wasser in der Toilette sein, ohne dass die Toilette betätigt wurde. In vielen Fällen kann dies als Hinweis darauf gedeutet werden, dass sich im Spülkasten Rückstände von Kalk oder anderen Verschmutzungen befinden. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass dies Kosten verursacht, sodass es sich lohnen kann dagegen vorzugehen.

Welche Mittel kann ich zum Entkalken nutzen?

Spuelkasten richtig reinigen und entkalken Cazami

In den Supermärkten und Drogerien findet man selbstverständlich ein großes Angebot von Mitteln zum Zwecke des Entkalkens vor. Dabei werden sowohl Flüssigkeiten, als auch Tabs angeboten, welche sich bei Gebrauch auflösen können. Für welches Produkt man sich letzten Endes entscheiden möchte, hängt vor allem von der Stärke der Verschmutzung ab. Insofern empfehlen wir, auf der Rückseite der Produkte nachzulesen, für welchen Grad der Verschmutzung sie geeignet sind.

Für jemanden, der aber lieber auf die gängigen und vor allem vorrätigen Haushaltsmittel zurückgreifen möchte, da diese insbesondere keine zusätzlichen Inhaltsstoffe enthalten, eignen sich folgende Produkte:

  • Zitronensäure: Zitronensäure haben bereits viele Personen zu Hause, da sie im Haushalt vielseitig eingesetzt werden kann. Wer von dem Produkt profitieren möchte, kann dies ganz leicht in den Drogerien erwerben. Zitronensäure gibt es sowohl in pulverisierter, als auch in flüssiger Form. Sie eignet sich für sehr starke Verschmutzungen und ist daher auch für hartnäckige Verkalkungen gut geeignet.
  • Essigessenz: Essigessenz wird bei vielen Menschen zum Entkalken des Wasserkochers verwendet. Dabei eignet es sich genauso gut zum Entkalken des Spülkastens.
  • Salzsäure: Salzsäure ist ebenfalls ein sehr effektives Mittel, um Verschmutzungen zu entfernen.
  • Für welches Mittel man sich letztlich entscheidet, hängt von der Art und der Stärke der Verschmutzung bzw. Verkalkung ab.

Bei nur leichten Verschmutzungen greift man am besten auf Essig bzw. Essigessenz zurück. Dieses Hausmittel kann auch präventiv angewendet werden, wenn man zum Beispiel seinen Spülkasten jedes Jahr reinigen möchte. Bei mittleren bis starken Verschmutzungen nutzt man am besten Zitronensäure. Bei sehr hartnäckigem und nur schwer entfernbarem Schmutz, greift man am besten auf Salzsäure zurück.

Brauche ich besondere Utensilien zur Reinigung?

Dies hängt insbesondere von der Art des Spülkastens ab. Empfehlenswert ist neben dem passenden Reinigungsmittel:

  • Ein Schraubenschlüssel
  • Eine Drahtbürste
  • Eine Kombizange
  • Evtl. neue Gummidichtungen
  • Evtl. eine Wasserpumpenzange
  • Evtl. ein Vakuumsauger

Wie entkalke ich den Spülkasten richtig?

Das Entkalken und Reinigen des Spülkastens kann grundsätzlich jeder ohne viel Mühe vornehmen. Sobald du an den Spülkasten gelangst, kannst du zum Beispiel Zitronensäure oder Essigessenz hinzufügen und das Ganze mindestens über Nacht einwirken lassen.

Allerdings gibt es unterschiedliche Wege an den Spülkasten zu gelangen. Dies hängt vor allem mit der Art des Spülkastens zusammen.

  • Freistehender Spülkasten: Insbesondere in älteren Wohnungen oder Häusern findet man meistens nur freistehende Spülkästen vor. Um diese angemessen reinigen zu können ist es nötig, dass zunächst der Deckel abgenommen wird und anschließend alle beweglichen Teile ausgebaut werden. Am besten bereitet man im Vorfeld bereits eine extra Schale vor, in welche das gewünschte Reinigungsmittel gegeben wird, sodass die Teile dort eingelegt werden können. Der Spülkasten wird ebenfalls mit dem gewählten Reinigungsmittel befüllt.

Nach einer Einweichzeit von mindestens einer Nacht, können die einzelnen Bestandteile wieder zusammengesetzt werden. Der Spülkasten sollte ein paar Mal betätigt werden.

  • Unterputzspülkasten: Bei einem Unterputzspülkasten, was man vor allem in moderneren Gebäudekomplexen vorfinden kann, muss zunächst die Abdeckung abmontiert werden. Da diese meist mit Schrauben befestigt ist, benötigt man in der Regel einen Schraubenzieher, um diese zu lösen. In den meisten Fällen handelt es sich um Kreuz- oder Schlitzschrauben.

Sofern die Abdeckung gelöst wurde, kannst du genauso wie bei dem freistehenden Spülkasten vorgehen. Insofern verweisen wir also auf die obenstehende Anleitung.

Nachdem der Spülkasten geöffnet wurde, sollte das Wasser am Eckventil abgedreht werden.

Achte auch auf die Dichtungen und, ob diese gegebenenfalls ausgetauscht werden müssen. Funktionierende Gummidichtungen zeichnen sich dadurch aus, dass das Material sehr weich ist.

Die einzelnen Bestandteile können überdies mit einer Drahtbürste gereinigt werden.


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