5 Arten, wie Du Deinen Mundschutz richtig wäschst

16.11.2020 11:01

Vorab: Warum überhaupt einen Mund-Nasen-Schutz tragen?

Im gesamten Bund ist es seit Ende April auf Grund der Corona-Krise verpflichtend, bei bestimmten Aktivitäten einen Mundschutz zu tragen. Dies gilt selbst für alltägliche Dinge, wie das Einkaufen oder das Nutzen der öffentlichen Verkehrsmittel. Insofern hat das Leben, wie wir es kannten, eine große Umwandlung erfahren.

Die Zielsetzung besteht dabei darin, eine Ansteckung des Coronavirus SARS-CoV-2 durch Tröpfchen zu vermeiden, welche durch das Reden, das Niesen und das Husten entstehen kann. Dabei geht es vor allem um einen Schutz von risikobehafteten Personengruppen, wie erkrankten oder älteren Menschen. Der Träger der Maske selbst, wird zumeist nicht vor den Viren geschützt, sodass für ihn, trotz des Tragens einer Maske, weiterhin die Gefahr einer Erkrankung an Covid-19 besteht.

Welcher Arten von Gesichtsmasken gibt es?

Während einige Personen dabei auf einen Einmal-Mundschutz setzen, greifen auch viele auf Masken aus Stoff zurück ("Alltagsmasken"), welche grundsätzlich gewaschen werden können und sich daher für einen mehrmaligen Gebrauch gut eignen. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Umweltbelastung von Vorteil. Als Maskentypen gibt es also einen einfachen Mund-Nasen-Schutz, eine FFP2/FFP3 Maske mit und ohne Ventil, eine selbstgenähte Maske aus Baumwolle oder einfach ein Schal oder ein Tuch.

Insofern ist es für die Behörden meist unbedeutend, ob man auf einen gekauften Mundschutz setzt oder sich selbst einen näht. Für einige Aktivitäten genügt auch eine einfache Bedeckung, zum Beispiel durch einen Schal. Für die Reinigung ist jedoch wichtig, dass das Material auch hitzebeständig ist.

Damit die Zwecksetzung jedoch auch konkret erreicht werden kann, ist es bei Stoffmasken von hoher Bedeutung, dass diese regelmäßig gereinigt werden. Sobald sich Erreger auf der Maske befinden, kann kein ausreichender Schutz mehr gewährleistet werden. Dieses Problem ergibt sich bei anderen Masken zumeist nicht, da diese ohnehin nur für den einmaligen Gebrauch oder höchstens für einen zweiten Gebrauch bestimmt sind.

Wie reinige ich meine Alltagsmaske, damit sie keimfrei bleibt?

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Vorerst lässt sich festhalten, dass es möglich ist, eine Maske zu reinigen und man daher auch diese Möglichkeit nutzen sollte. Es gibt jedoch verschiedene Wege, die Maske von Viren zu befreien.

Bei allen Varianten ist der Einsatz einer hohen Temperatur maßgeblich, da diese essentiell für den Reinigungsprozess ist. Im Folgenden geben wir meist Werte von 60 Grad Celsius bis 70 Grad Celsius an. Allerdings besteht im Hinblick auf die Temperatur Uneinigkeit. So befürworten einige Stimmen eine Mindestgradzahl von 90 und eine Dauer von mindestens 90 Minuten. Dies wurde jedoch keinesfalls von allen zuständigen Behörden bestätigt.

Wir möchten dir zunächst die einzelnen Möglichkeiten aufzeigen und bei den einzelnen Reinigungsarten auf spezielle Besonderheiten hinweisen.

  1. Reinigung in der Waschmaschine

Zunächst besteht die Möglichkeit, die Maske in einer Waschmaschine zu reinigen. Dies ist wohl der einfachste Weg und sehr praktisch, wenn sowieso die andere Wäsche gereinigt werden muss.

Dabei muss jedoch beachtet werden, dass davon nur die heiße Wäsche erfasst wird. Die Wäsche muss also bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden (oder laut anderer Empfehlungen bei mindestens 70 Grad Celsius), damit die Viren auch nachhaltig abgetötet werden. Des Weiteren sollte man in diesem Fall auf die Verwendung des ECO-Programms verzichten, da die dabei verwendete Temperatur häufig nicht ausreichend ist.

Des Weiteren sollte bedacht werden, dass der Waschgang in einer Waschmaschine keinesfalls schonend für die Maske ist. Daher kann ein mehrmaliges Waschen auf diese Art und Weise zu einer Beschädigung der Maske führen, sodass diese keinen ausreichenden Schutz mehr bietet.

Daher solltest du zum einen die Maske nach dem Waschgang dahingehend kontrollieren, ob Löcher vorhanden sind und zum anderen nicht zu viele Waschgänge machen. Stattdessen eignet sich die Anschaffung einer neuen Maske.

  1. Bügeln der Maske

Dass das Bügeln einer Maske auch hilfreich sein kann, hängt damit zusammen, dass bei einer gewissen Temperatur, mögliche Erreger abgetötet werden.

Insofern ist es jedoch auch nötig, dass das Bügeleisen auf eine sehr heiße Temperatur eingestellt wird. Dabei wird eine Temperatur von mindestens 100 Grad Celsius empfohlen. Nicht alle Stoffe der Mundmasken können diesen hohen Temperaturen standhalten, sodass man im Zweifelsfall auf diese Methode verzichten sollte.

  1. Reinigung durch heißes Wasser

Wer zum maßgeblichen Zeitpunkt nicht die gesamte Wäsche reinigen muss und nicht extra für den Mundschutz, die Waschmaschine anwerfen möchte, kann die Maske auch einfach in einem Topf mit heißem Wasser reinigen.

Auch hier ist wichtig, dass das Wasser auf mindestens 60 Grad erhitzt wird. Um dies zu überprüfen, kann man entweder ein Thermometer verwenden oder man nutzt einen Wasserkocher, welcher über eine Temperaturregelung verfügt. Zum Teil wird jedoch auch empfohlen, die Maske mit kochendem Wasser zu bedecken und für mindestens zehn Minuten einweichen zu lassen.

  1. Reinigung im Backofen

Grundsätzlich lassen sich die Masken auch im Backofen erhitzen und können somit auf diese Weise gereinigt werden.

In diesen Fällen eignen sich zumeist eine Temperatur von 70 Grad und eine Dauer von etwa einer halben Stunde.

Allerdings sollte man darauf Acht geben, dass nicht jegliche Masken davon erfasst sind. Insbesondere die FFP3-Masken ohne CE-Kennzeichnung sollten nicht auf diese Weise gereinigt werden.

  1. Reinigung in der Mikrowelle

Auf Grund der nötigen Hitze greifen viele Anwender zu einer Reinigung in der Mikrowelle zurück. Dabei ist jedoch äußerste Vorsicht geboten.

Viele Masken verfügen nämlich über einen Metallbügel, welcher dazu verhilft, die Maske an den Nasenrücken zu klemmen. Derartige Masken dürfen keinesfalls in der Mikrowelle gereinigt werden. Darüber hinaus handelt es sich dabei jedoch auch häufig um solche Masken, welche ohnehin nur für die einmalige Nutzung konzipiert sind. Daher erübrigt sich das Reinigen der Maske, da diese nach Gebrauch entsorgt werden.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass es stets hoher Temperaturen bedarf, um deine Maske richtig reinigen zu können. Ein bloßes Waschen genügt mithin nicht.

Zudem wird häufig auf eine trockene Hitze für 30 Minuten hingewiesen. Die empfohlenen Gradzahlen variieren zwischen 60 Grad Celsius und 90 Grad Celsius.

Vielfach stellen sich einige Nutzer die Frage, ob es nicht auch genügen kann, die Maske schlichtweg zu desinfizieren. Immerhin tun wir dies auch regelmäßig mit unseren Händen. Allerdings sollte man auf Desinfektionsmittel zur Reinigung der Mundschutzmasken verzichten. Die Desinfektionsmittel sind zwar antibakteriell, sie sollten jedoch nicht in die Atemwege des Anwenders gelangen. Andernfalls kann es zu schweren Reizungen oder allergischen Reaktionen kommen. Zudem beschädigen die Desinfektionsmittel auch das Material der Masken, sodass deren Zwecksetzung nicht mehr richtig erreicht werden kann.

Da hast Du's! So sorgst Du für einen gut gereinigte Mund-Nasen-Schutz.

Bleib gesund!

Dein Team von Cazami


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